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Süden
KarnatakaKarnataka grenzt an Goa und Maharashtra im Norden, Andhra Pradesh im Osten, Tamil Nadu und Kerala im Süden. Im Westen wird seine natürliche Grenze durch den Arabischen Ozean gebildet. Er wird von mehreren großen Flüssen durchzogen, an denen riesige Wasserreservoirs liegen. Der Küstenstreifen und die Westghats erhalten ihre Hauptniederschlagsmengen durch den Sommermonsun, und das Tafelland von Dekkan gilt als eine der ältesten Landformationen der Erde. Karnataka ist ein Land verlorener und wiedergewonnener Kultur. Hier lebten unter anderem die großen Dynastien der Kdambas, die Chalukyas und die Hoysala. Mit dem Ende des Vijayanagar-Reiches wurde es still um Karnataka; erst Hyder Ali und sein Sohn Sultan Tipu machten durch militärische Unternehmungen und eine kluge Verwaltung das Land wieder zu einer politisch bedeutenden Größe auf dem Subkontinent. 1799 schließlich marschierten die Briten ein, und unter ihrer Gebietskontrolle ging die Herrschaft wieder an eine hin-duistische Dynastie über. BangaloreHauptstadt des Staates und eine für indische Verhältnisse sehr moderne und europäisch wirkende Stadt. Bangalore, dessen Stadtgebiet etwa 150 km² umfaßt, gehört zu den am schnellsten wachsenden Städten Indiens und ist ein wichtiges Zentrum von Industrie und Handel. Die sich gerade neu entwickelnden High-Tech-Industrien haben sich beispielsweise hier angesiedelt.Verkehrsverbindungen:
Sehenswürdigkeiten: Unter anderem Tipu's Fort, von dem nurmehr Ruinen übrig sind; der Summer Palace; der Bull Temple und ein monolithischer Nandi, ähnlich demjenigen in Mysore. Weiterhin der Botanische Garten, Lal Bagh; der Cubbon Park; das Government Museum und die Vidhan Soudha, welche das Parlament und die Landesregierung von Karnataka beherbergt. Ausflüge: Von Bangalore aus können Sie Tagestouren nach Belur, Halebid, Sravana Belagola und nach Srirangapatna unternehmen. Auch Hassan ist Ausgangspunkt vieler Kulturreisen. Oder wenn Sie sich in den Bergen entspannen möchten, dann fahren Sie in die Nandi Hills. Etwas mehr als 60 km von Bangalore entfernt stehen die eindrucksvollen Hoysala-Tempel aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Karnataka Stute Tourism Development Corporation bietet Unterkünfte an.
Belur und Halebid Hier finden sich einige der Höhepunkte der Hoysala-Architektur. Die Tempel besitzen nicht die gigantischen Maße der drawidischen Tempel, doch ist jede Nische, jede Ecke mit einzigartigen Kunstwerken verziert. Auf den Wandreliefs ziehen sich mehr als 2000 Elefanten mit Reitern entlang, von denen keiner dem anderen gleicht. Pferde, Löwen, Vögel, Krieger, mystische Wesen und Blumenmuster werden dargestellt, auch tanzende Götter und Szenen aus dem Ramayana, Mahabharata und der Bhagavata Purana sind zu bewundern. Am schönsten sind die himmlischen Jungfrauen, die einen unglaublichen Liebreiz und große Anmut ausstrahlen. Ein weiteres berühmtes Kunstwerk ist die 17,5 Meter hohe Kolossalstatue des Jaina-Heiligen Gomateswar in Sravana Belagola, die größte Monolithstatue der Welt. Alle zwölf Jahre findet in Sravana Belagola eine Zeremonie statt, wobei der Priester die Statue mit Kokusnußmilch, Butterfett, Honig, Safran und anderen Kostbarkeiten übergießt. Das letzte Mal fand die "Mahamastakabhisheka" genannte Zeremonie 1993 statt. Mysore 138 km entfernt von Bangalore, ist Mysore Karnatakas zweitgrößte Stadt. Mysore hat seinen jahrhundertealten Charme nicht eingebüßt. Die gelassene Atmosphäre der Stadt, der märchenhaft schöne Maharaja-Palast, die kleinen Pavillons und der lebhafte, bunte alte Markt werden Sie bestimmt faszinieren. Auf keinen Fall sollten Sie versäumen, den prachtvoll ausgestatteten riesigen Palastkomplex zu besichtigen, der jeden Sonntagabend im Licht von tausenden kleiner Lampen erstrahlt. In dem etwas älteren Jagmohan-Palast ist eine Kunstgalerie untergebracht, in der Malereien, Möbel, chinesisches Porzellan, Skulpturen, Musikinstrumente und vieles mehr ausgestellt werden. Etwas außerhalb, am Fuße der Chamundi-Berge, steht der blendendweiße Lalitha Mahal-Palast. Er wurde einst für die Gäste der Maharajas erbaut und ist heute ein Hotel, in dem Sie den Luxus vergangener Zeiten genießen können. Sehenswürdigkeiten: Srirangapatna - Etwa 15 km von Mysore entfernt, auf einer Insel im Cauvery-Fluß, liegt die alte Hauptstadt aus dem 18. Jahrhundert. Nach Einnahme der Stadt durch die Briten blieb nicht viel erhalten, allerdings geben die weitläufige Festungsruine, eine Moschee und ein Hindu-Tempel noch einen guten Eindruck von dem Glanz und der Macht des Reiches. Somnathpur - Zu sehen ist hier der Hoysala-Tempel mit seinen drei Vishnu-Schreinen aus der Zeit um 1260. Der Chennakeshara-Tempel ist über und über mit Reliefs aus den großen indischen Epen und dem Leben der Hoysala-Könige geschmückt. Badami/Aihole - waren die ehemaligen Hauptstädte des Chalukyan-Reiches. In Aihole und Umgebung stehen über hundert Tempel, an denen die Entwicklung der Architektur von dem ältesten, aus dem 5. Jh. stammenden Ladkhan-Tempel, bis zu den später entstandenen Bauwerken gut zu erkennen ist. Der Durga-Tempel aus dem 7. oder 8. Jh. weist eine besondere Bauweise auf: Einen ovalen Grundriß und einen den Bau überragenden Turm, ähnlich den Gopurans, die Wahrzeichen der Tempel Tamil Nadus wurden. Neben den vielen Tempeln, die mit Skulpturen von großer Schönheit ausgestattet sind, gibt es in Aihole auch einen Höhlentempel aus dem 6. Jahrhundert. Das knapp 50 km entfernt gelegene Badami, von rotgoldenen Felsen eingeschlossen, ist für seine aus dem 6. und 7. Jh. stammenden hinduistischen, buddhistischen und jainischen Höhlentempel berühmt. Pattadakal - Die Tempel im 17 km entfernten, an der Straße zwischen Badami und Aihole gelegen Pattadakal, sind verschwenderisch mit Szenen aus dem Mahabharata und Ramayana verziert, aber auch Motive aus dem alltäg-lichen Leben sind zu finden. Pattadakal kann mit dem Bus erreicht werden. Nördlich von Badami können Sie in Bijapur die Minarette und Kuppelbauten der Herrscher der Adil Shahi-Dynastie (1489- 1686) bewundern. Neben Bijapur waren die nördlich gelegenen Städte Gulbarga und Bidar, sowie Golconda im benachbarten Andhra Pradesh und das in Maharashtra gelegenen Ahmednagar die Zentren der Macht der Sultane auf dem Dekkan. Bijapur ist eine lebhafte Stadt mit vielen Gärten und Parks. Unter den Moscheen, Grabmälern und vielen Palästen befinden sich einige Prunkstücke islamischer Architektur, wobei das herausragendste Bauwerk das Mausoleum des Mohammad Adil Shahi und seiner Familie ist, dessen riesige Kuppel mit einem Durchmesser von 38 m die zweitgrößte der Welt ist. Weitere Sehenswürdigkeiten: Jama Masjid, Ibrahim Rauz, Malike-e-Maidan und die Asar Mahal-Zitadelle. Der nächste Bahnhof liegt in Sholapur, von wo aus man mit dem Bus weiterfährt. Die beiden nord-östlich von Bijapur gelegenen Städte Gulbarga (160 km) und Bidar sind ebenfalls einen Besuch wert. Weiter im Süden gelangen Sie zu der legendären Hauptstadt Vijayanagar. Etwa 1336 von zwei Brüdern gegründet, war sie die größte Stadt im Hindureich. Kunst und Architektur gelangten hier zu einer neuerlichen Blüte. 1565 wurde Vijayanagar von den muslimischen Nachbarn des Dekkan besiegt. Die Bauten der alten Stadt, in der einst eine Million Einwohner gelebt haben sollen, sind über ein großes Gebiet verstreut und umgeben von einer beeindruckenden, ungewöhnlichen Landschaft, die von riesigen Felsbrocken übersät ist. Manche der Monumente sind gut erhalten, bei anderen zeugen nur noch Ruinen von der ehemaligen Pracht. Die 56 Säulen des Vittala-Tempels weisen vollendete Steinmetzarbeiten aul, und die Decken sind mit Blumendesigns und geometrischen Mustern geschmückt. Hampi - Ein romantischer, kleiner Ort, wo man ein, zwei Tage verbringen kann, wenn man in einfachen Herbergen übernachten möchte. Die meisten Besucher bleiben im nahegelegenen Hospet, wo sich auch der nächste Bahnhof befindet und das über eine größere Anzahl einfacher Hotels verfügt als Hampi. Jog Falls - Der Sharavati Fluß mit seinen jäh abfallenden sprudelnden Kaskaden, den Jog-Fällen, zieht alljährlich Tausende von Besuchern an. Vor allem im Winter bietet sich ein atemberaubendes Schauspiel, wenn der Fluß hohes Wasser führt. Mangalore - Heute ein bedeutender Exporthafen. Als Unterkünfte stehen Palasthotels, Bungalows im alten Stil, Guest Houses und Tourist Lodges zur Verfügung. Ranganathittu Bird Sanctuary Nagarhole National Park - Dieser Park ist etwa 640 km² groß. Den Zugang findet man von Mysore aus. Bandipur Nationalpark - An der Straße von Mysore nach Octamund liegt nach etwa 80 km dieser 874 qkm große Nationalpark, der Elefanten, Bisons, Rehe, Affen, Leoparden sowie Tiger beherbergt. Zusammen mit Madumalai, etwa 320 qkm groß, und Wynad erstreckt sich hier ein insgesamt über 2000 qkm großes Schutzgebiet. Die beste Besuchszeit ist von Mai bis September. Feste Dussehra - Jedes Jahr im Oktober findet hier das zehntägige Dussehra Festival statt. Allabendlich kommt es zur Aufführung von Tanzdramen, Volkstänzen und einem eindrucksvollen Feuerwerk. Am zehnten Tag, dem Höhepunkt des Festivals, zieht eine Prozession mit Elefanten, Pferden, Kutschen und Truppen in historischen Uniformen durch die Stadt. |
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